Sonntag, 14. April 2013

Wörthersee

Zwischen schneebedeckten Bergen hindurch an den Wörthersee

Michi und ich hatten dieses triste, kalte und nasse Wetter einfach satt. Jedes Wochenende schauten wir sehnsüchtig in den Wetterbericht und hofften zumindest auf ein einigermaßen motorradtaugliches Wetter. Nach diesem dauer-schlechten-Wetter waren wir auch bereit, bei Regen von zu Hause loszufahren, solange es am Zielort einigermaßen gutes Wetter ist. 

Schon länger wollten wir mit dem Motorrad auch mal an den Wörthersee fahren, also setzten wir uns für das Wochenende 13./14. April den Wörthersee als Ausflugsziel. Zwei Tage vorher buchten wir ein Hotel in Pörtschach für diese eine Nacht. Obwohl wir vermutlich nur wenige Stunden zum Übernachten in diesem Hotel sein würden, wollten wir es trotzdem schön haben und uns wohl fühlen und buchten ein schönes und trotzdem recht günstiges Hotel mit Seeblick.

Vor uns lag an diesem Wochenende eine Strecke von ca. 350 km (einfach).
Da wir aufgrund der vorhergesagten 22 Grad und Sonne auch mit viel Verkehr, Staus und einigen "Verfahrern" rechnen mussten packten wir bereits am Freitag Abend unsere 31 Liter Ortlieb-Gepäckrolle mit dem Nötigsten und fuhren Samstag Morgen um 7 Uhr morgens von zu Hause los. 
Natürlich wollten wir schöne, kurvige Strecken fahren und nicht über die Autobahn und gaben deshalb in unserem Navi "Autobahn vermeiden" ein. Auf einer kleinen kurvigen Waldstraße in Bayern gab es eine "Mautschranke" wo wir dann 1,50 Euro Maut zahlen mussten, warum man Maut in Bayern zahlen muss verstehe ich bis heute nicht, aber diese kurvige Waldstrecke war die 1,50 wert.

Die Entscheidung "Autobahn vermeiden" war streckentechnisch auch die einzig richtige. Wir fuhren durchweg über Bundesstraßen und kamen dadurch durch die schönsten Dörfchen und Städtchen wie Kitzbühel, St. Johann im Walde oder Lienz.
Wunderschön zum Fahren sind auch die kurvigen Bergstraßen wie beispielsweise die Felbertauern Straße oder der Felbertauern Tunnel (hier muss man leider 10 Euro Maut zahlen, aber diese Strecke ist es auch wert). Fast die gesamte Strecke lagen rechts und links neben der Bundesstraße schneebedeckte Berge zwischen 800 und 1.800 Metern - wirklich beeindruckend. 

Leider haben wir uns doch des öfteren verfahren, aber oft haben wir genau dadurch die besten und kurvigsten Straßen entdeckt.      
Am Abend gegen 18.30 Uhr waren wir nach gut 450 km statt der geplanten 350 km dann aber auch froh im Hotel angekommen zu sein. 
Am nächsten Morgen frühstückten wir ausgiebig und machten uns gegen 10 Uhr wieder auf den Rückweg. An diesem Tag war keine Wolke am Himmel und es hatte ca. 23 Grad. Bei der Heimfahrt machten wir doch ein paar mehr Pausen, da uns die 450 km von gestern doch noch etwas in den Knochen steckten und die Strecke ziemlich anspruchsvoll war. 
Auch bei der Rückfahrt kamen wir ein oder zweimal vom geplanten Weg ab, aber so konnten wir einen etwas anderen schönen Weg zurückfahren. Trotz verfahren waren wir bereits um 19 Uhr zu Hause.


Nach gut 50 km betankten wir die KTM und nutzen die Gelegenheit für ein kleines Frühstück.
 
...aber dieser Anblick war dieser kurze Halt allemal wert.
 
Bei unserem nächsten Halt in der Region Kitzbühel waren wir den Wolken schon ein bisschen näher.
 
Typische österreichische Häuschen mit Alpenpanorama


Hier braucht man wohl keine Schranke...
 
...man sieht und hört wenn ein Zug kommt







Fast 40 Cent günstiger wie in Deutschland an diesem Wochenende *seufz*





Immer wieder große Haltebuchten in den kurvigen Straßen den Berg hinauf, um die schöne Aussicht zu genießen






Tolle Tour, tolles Hotel, tolle Aussicht...was will man mehr?

Alpenpanorama...
 
...vom Hotelbalkon aus.


Der Wörthersee in der Abenddämmerung...
 

...garantiert alles ohne Bildbearbeitung

 

Der See morgens um 9 Uhr noch leicht in Nebel gehüllt.

 

Der Weg über die Bahngleise direkt zum Seesteg

 
Ein kleiner Parkplatz direkt hinter der Ortschaft Paternion (bei Villach) während einem unserer Verfahrer bei der Heimfahrt

Parkplatz direkt neben der Bundesstraße - hier wollten wir bei der Rückfahrt eigentlich nur in einem der zwei großen und einladenden Gasthöfe etwas essen, aber leider hatten alle beide geschlossen.


Montag, 1. April 2013

Bisherige Zweiräder

Was geschah bisher...?

Natürlich möchte ich (Michi) es nicht versäumen, euch auch die "Vorgängerinnen" meiner jetzigen KTM kurz vorzustellen:

Im Juni 2008 kaufte ich ebenfalls einem Bayer dieses wunderschöne Mopped ab:

Simson Schwalbe
Modell: KR51/2L
Baujahr: 1980

Mit ihr hatte ich meine ersten Zweirad-Erlebnisse, tourte durch die Umgebung, fühlte mich frei und genoss die Nähe zur Natur. 

Auf Strecken wo es keine abgelegene Straßen gab und ich auf der Hauptstraße oder in der Stadt fahren musste, stellte ich rasch fest, dass ich mit diesem Mopped eher ein Verkehrshindernis darstelle, als einen vollen Verkehrsteilnehmer. 

Relativ schnell wurde mir allerdings klar, dass ich mehr wollte. Am 02.08.2008 verkaufte ich sie und schaute mich nach etwas "Stärkerem" um.

Und ich wurde schnell fündig...

Am 21.09.2008 kaufte ich mir dann ein etwas größeres Mopped, die Yamaha Fazer FZS 600 (EZ 5/2003), ein tolles Allround-Motorrad. 
Die Maschine war in einem hervorragenden Zustand und hatte gerade mal 22.806 km auf dem Buckel. 


Mit der Fazer unternahmen wir viele Tagestouren und auch einige Kurztrips durch Deutschland oder das nahegelegene Ausland.

Obwohl man mit jedem Motorrad viele schöne Erinnerungen verbindet, entschied ich mich Ende 2012 schweren Herzens dazu, die Fazer zu verkaufen. 
Manchmal muss man einfach Platz für Neues schaffen...





In meinem Fall für die KTM 1190 Adventure. Diesem Motorrad fieberte ich schon lange entgegen, las jeden Bericht und jeden Vergleichstest, den ich in Zeitschriften oder im Internet finden konnte.

Hier einige der Fakten, die mich absolut überzeugten:
- 110 kW (150 PS)  *grins*
- ca. 230 kg vollgetankt
- 2-Zylinder 4-Takt Otto-Motor
- 23 Liter Tankinhalt
- 440 kg höchstzulässiges Gesamtgewicht

  
Als es die Maschine dann endlich zu kaufen gab, bestellte ich sie auch gleich beim "Saison Opening" Mitte März bei meinem KTM-Händler. In orange gefiel sie mir persönlich besser als in grau, aber das ist Geschmackssache.
Um für unsere zukünftigen Reisen auch möglichst gut ausgerüstet zu sein, bestellte ich das Zega Pro Koffersystem in schwarz mit links 45 Litern und rechts 31 Litern von Touratech, Heizgriffe und einen Motorschutz gleich mit. Knapp 2 Wochen später konnte ich sie auch schon bei ihm abholen und drehte auch gleich die erste kleine Runde mit ca. 100 km. Nach den ersten Ausflügen und Urlaubsreisen erhielt sie von mir ihren Namen, der passt wie die Faust auf´s Auge: "The Beast"! Die geb ich nicht mehr her...